Eine Herkunftsmutter
Zur Freigabe genötigt
Adoptiveltern - die "soziale" Familie
Adoptiveltern - die "soziale" Familie
Adoptiveltern – die ›soziale‹ Familie
   
Wenn neue Eltern helfend ›einspringen‹
   
Info für Bewerber und Adoptiveltern

        
Adoption (Bayerisches Landesjugendamt, Homepage, Info-Seiten)
       
Adoption - ein Weg?!  (Ausführliche Broschüre Berlin-Brandenburg,
    bitte nach Titel "googeln"!)
         

Adoption, Stief- u. Pflegefamilien  (Familienhandbuch, M. Textor)
          
Irmela Wiemann (
Familientherapeutin und Autorin)
         
-  ......  (................)
         

       
Ungewollte Kinderlosigkeit
     
Wie schwer es für manche Frauen ist, sich mit ihrer Kinderlosigkeit abzufinden, kann man an der folgenden Aussage einer Adoptivmutter in einem Internetforum ersehen: "Ich bin trotz meiner beiden Adoptivkinder immer noch kinderlos …".
           
Zitate aus dem Internet:

  • "... mein Mann kann sich's aber leider absolut nicht vorstellen, ein "fremdes" Kind aufzuziehen."
  • "....."
                     
Soziales Engagement oder Mittel zum Zweck?
     
Wird noch bearbeitet!
      
  
     
"Bauchmama" und "Schniedelvater"?
    
In offiziellen Schriften werden abgebende Eltern, sozial  korrekt, wenn es um die unwiderrufliche Umpflanzung geht, "Herkunftseltern" genannt. Von Gesetzes wegen ist von "leiblichen" Eltern die Rede. Doch irgendwann war irgendjemandem diese Unterscheidung zu den neuen Kindseltern offenbar nicht brauchbar genug und so wurde
für Herkunftsmütter der neue Begriff "Bauchmama" kreiert. Dazu passend, tauchte dann noch für Adoptivmütter der Begriff "Herzmama".
         
Ein passendes Pendant für die biologischen Väter gibt es nicht. In einem Forum kann man aus der Feder einer Adoptivmutter allerdings Erstaunliches lesen: "
... Ich bin froh darüber das ich die Bauchmama und auch den Bauchpapa kenne".  
   
Erfreulicherweise gibt es auch die Ansicht, dass die Verwendung solcher Begriffe für Adoptierte schädlich sein können, da sie die Herkunft auf den Akt der (Er)zeugung reduzieren. Inzwischen sind Experten längst zu der Erkenntnis gekommen, dass ein madig gemachtes Elternhaus eine negative Wirkung auf das Selbstverständnis mancher Adoptierten haben kann.

Eine Adoptivmutter: "Was mich am meisten stört, ist der Begriff "Bauchmama". Die leibliche Mutter ist die Mutter. Wenn wir mit unseren Kindern über ihre "leibliche" Mutter sprechen heißt sie meistens: "Mutter". So ist es auch, es ist ihre Mutter, da gibt es nichts daran zu rütteln: Mutter ist Mutter, Unsere Kinder haben jeweils zwei Mütter. [...] Unsere Kinder, unsere Adoptivkinder werden immer zwei Mütter haben, zwei vollwertige Mütter, das ist ihre Geschichte, ihr Lebensschicksal und unseres."

         
     
 
Verhältnis Adoptiveltern/Herkunftseltern
     
Nur in wenigen Ausnahmefällen, nämlich hauptsächlich dort, wo so etwas wie eine halboffene Adoption praktiziert wird, kann man überhaupt von einem Verhältnis sprechen. Dem Gros der Adoptiveltern ist es nur zu Recht, wenn Adoptionsvermittler mit der Herausgabe von Informationen zurückhaltend ist. Beide Parteien ziehen es in der Regel vor, die Existenz der Herkunftsfamilien totzuschweigen.
    
Ich habe für mich das Verhältnis A-Eltern/H-Eltern und Adoptierte auf folgenden Nenner gebracht:
      
Die A-Eltern haben ein Familienmitglied, das nur deswegen bei ihnen ist, weil sich dessen biologische Familie zum Zeitpunkt seiner Geburt gerade in Schwierigkeiten befand – egal warum auch immer. Sie wissen sehr genau, dass sie dieses Kind nur diesem Umstand zu verdanken haben.
    
Diejenigen, die das so sehen wie es ist, werden ihre Kinder dabei unterstützen, ihre Wurzeln zu finden, bzw. den Kontakt nicht zu verlieren. Die anderen, die sich mit der Adoption vorrangig ihre unerfüllten Kinderwünsche erfüllt haben und sich als Retter sehen, werden Probleme damit haben, wenn nach Jahren die biologische Familie wieder aus der Versenkung auftaucht, denn sie macht dem jahrelangen Verdrängen ein Ende.
    
Spätestens dann, wenn die H-Eltern den Fehler machen, die damalige Freigabeentscheidung offen zu bedauern, ist der Boden für die Feindschaft bereitet. Wenn man zusätzlich darüber im Klaren ist, dass die damalige freie Entscheidung den leiblichen Eltern, die meistens tief in einem Sumpf steckten, binnen weniger Wochen abverlangt wurde, dann wird klar, dass auch A-Eltern ein schlechtes Gewissen haben können.
    
Dazwischen stehen die Adoptierten, die die Suppe dieses Interessenskonfliktes meistens auslöffeln dürfen, obwohl sie ja nur das für sich reklamieren, was selbst einem Zuchtdackel zusteht: der Stammbaum.
    
Und diejenigen, die seinerzeit Schicksal gespielt haben, halten sich später viel zu oft aus dem Geschehen raus, denn die Adoptierten erhalten oft nicht die Unterstützung die ihnen bei der Suche zustehen sollte. Von einer mangelhaften Hilfestellung für die damals ach so verantwortungsvollen Herkunftsfamilien will ich erst gar nicht reden. 
   
      
Wie Adoptiveltern über Herkunftseltern denken
     
Fundstück aus dem Internet:
              
»"Andere machen sich eine schöne Nacht – und wir müssen uns vor den Behörden ausziehen!" So brachte eine Frau, die adoptieren wollte, ihre Gefühle auf den Punkt«
(berichtet eine Mitarbeiterin von Findefux in einem WDR-Interview)
     
    
     
Etwas zum Thema »Adoptivstillen«
            
Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, mit wie viel Engagement Frauen umsorgt werden, die bereits vor der Geburt ihrer Kinder eine Adoption in Betracht ziehen, kann man an einer Empfehlung zu Adoptivstillen (induzierte Laktation) sehen, die auf diversen einschlägigen Seiten, auch in Deutschland nachzulesen ist. Es geht hierum: Frauen, die sich ihren unerfüllten Kinderwunsch durch ein angenommenes Kind erfüllen, haben oft auch den sehnlichen Wunsch ihr neues Kind selbst zu stillen, um so die Bindung des Babys zur Adoptivmutter zu fördern, was prinzipiell logisch erscheint.
               
Hier ein mehr als fragwürdiger Tipp dazu:
               
»Einige biologische Mütter sind einverstanden, das Baby in seinen ersten Lebenstagen zu stillen. Es gibt jedoch Sozialarbeiter und andere, die dagegen sind, weil die Gefahr besteht, dass die biologische Mutter von ihrem Vorhaben, ihr Baby zur Adoption freizugeben, absieht. Das ist möglich, und wahrscheinlich möchte eine Adoptivmutter dieses Risiko nicht eingehen.«
Quelle (Originalbeitrag):  Dr. Jack Newman
 
Ist das noch mit dem Leitgedanken »nur zum Wohle des Kindes« vereinbar? In den Augen von Adoptiveltern und Behörden ist es also eine »Gefahr« oder ein »Risiko«, wenn Herkunftsmütter eventuell ihre Meinung ändern und die Kinder doch lieber selbst »behalten« wollen? Man möge sich einmal vorstellen, was den biologischen Müttern mit dem Wunsch nach einem derartigen »Anstillen« zugemutet wird. Diese Denkart kommt dem Prinzip der Leihmutterschaft schon bedenklich nahe.