Eine Herkunftsmutter
Zur Freigabe genötigt
Zwangsadoptionen
Zwangsadoptionen
Zwangsadoptionen
   
Wenn das Kindswohl (politisch) missbraucht wird.
   
     
Aus ganz legalen Gründen ›fremdplatziert‹
          
Auch in unserem Rechtsstaat kommt es vor, dass Kinder von Amts wegen aus ihren biologischen Familien entfernt werden. In der Regel geschieht dies zum Wohle der betroffenen Kinder, z. B. dann, wenn ein Jugendamt zu dem Schluß kommt, die Eltern würden sich nicht ausreichend um ihre Kinder kümmern und diesen drohe dadurch Gefah. Meistens leben diese Kinder dann bei Pflegefamilien und behalten den Kontakt zu ihrer Eltern. Es kommt aber auch vor, dass das Jugendamt eine Rückkher in die eigene Familie ausschließt. In diesen Fällen wird eine Adoption in die Wege geleitet, der die Eltern allerdings zustimmen müssen. Tun sie dies nicht, wird nicht selten diese Zustimmung von Amst wegen ersetzt und die Kinder trotzdem wegadoptiert.  
      
Auch wenn viele das nicht gerne hören wollen, sprechen manche Betroffene – und nicht nur diese! – dann von Zwangsadoptionen‹, denn sie sehen oft ihre Lage anders. Die Beweggründe, warum dieser letzte der möglichen Auswege vom Jugendamt gewählt wird, ist Außerstehenden sicher nicht immer nachvollziehbar, weshalb die Emotionen bei derartigen Fällen besonders in den einschlägigen Foren hochkochen.
  
Meine Meinung: Wenn wir alle mehr Wert auf die Institution Familie legen würden, käme das alles viel seltener vor. Für mich ist kaum nachvollziehbar, warum Eltern erst Kinder in die Welt setzen und sich hinterher nicht richtig um sie kümmern. Verwahrlosung oder zu wenig Betreuung geht uns alle etwas an und wenn Nachbarn, Lehrer oder Kindergartenmitarbeiter Zeichen dafür wahrnehmen, sollten sie rechtzeitig die Augen noch mehr aufmachen und reagieren. Dabei sind sicher die ersten Ansprechpartner die Eltern selbst (z. B. Elternsprechstunde).  

    

›DDR-Zwangsadoptionen‹
     
Anmerkung:
Hier soll nicht auf ganz ›normale‹ Adoptionen hingewiesen werden, sondern nur auf die politisch motivierten Zwangsadoptionen.
     
»In der DDR hat es Fälle politisch motivierter Kindesentziehungen gegeben. Als Zwangsadoptionen in der DDR ist diese Vorgehensweise bereits Mitte der siebziger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland bekannt geworden. Über die politischen, juristischen und sozialen Hintergründe konnten bis zur Wiedervereinigung Deutschlands jedoch nur Mutmaßungen angestellt werden. Ein 1991 in Berlin aufgefundenes Aktenkonvolut eröffnete erstmals die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Abhandlung. In den zum Familienrecht der DDR seitdem erschienenen Publikationen suchte man allerdings vergebens nach einer solchen. [...]« 
Quelle: »Zwangsadoptionen in der DDR« von Marie-Luise Warnecke (Klappentext)
 
Weitere Informationen zum Thema:
        
Internationaler Personensuchpool (= ehemaliger "DDR-Suchpool")   
     
OvZ – DDR e. V. – Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen
    

    

Der »Lebensborn« der Nationalsozialisten

»Der Lebensborn e. V. war im nationalsozialistischen Deutschen Reich ein von der SS getragener, staatlich geförderter Verein, dessen Ziel es war, auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenhygiene und Gesundheitsideologie die Erhöhung der Geburtenrate „arischer“ Kinder auch aus außerehelichen Beziehungen herbeizuführen. Dies sollte durch anonyme Entbindungen und Vermittlung der Kinder zur Adoption – bevorzugt an Familien von SS-Angehörigen – erreicht werden. Lebensborn war daneben mitverantwortlich für die Verschleppung von Kindern in den besetzten Gebieten. Falls diese im Sinne der NS-Rassenideologie als „arisch“ galten, wurden sie unter Verschleierung ihrer Identität in Lebensborn-Heimen im Deutschen Reich untergebracht. Das letztendliche Ziel war die Adoption durch parteitreue deutsche Familien.« (Quelle: Wikipedia)
  
Weitere Informationen zum Thema:
   
LEBENSSPUREN e.V. – Interessengemeinschaft der Lebensbornkinder in Deutschland
    
     
Literatur zum Thema:
           
Das endlose Jahr (Gisela Heidenreich) – Die langsame Entdeckung der eigenen Biografie - ein Lebensborn-Schicksal
        

Eine Ausführliche Literaturliste findet man auf der Homepage von Lebensspuren e. V.